Meine neue alte Yashica Mat 124 G

Begeistert von vielen verschiedenen Bildern die andere User mit der Yashica Mat 124 G geschossen und auf Flickr hochgeladen haben, habe ich mich ebenfalls entschieden eine bei Ebay für 170€ in einem sehr guten Zustand zu ersteigern. Glücklicherweise waren sogar zwei 5er Packung Kodak Portra 400 und Kodak Ektar 100 mit dabei, so dass ich gleich loslegen konnte.

Yashica Mat 124 G

Yashica Mat 124 G

Kodak Portra 400

Kodak Portra 400

Auf die richtige Batterie kommt es an!

Will man den Belichtungsmesser der Yashica Mat 124 G auch heute noch korrekt nutzen, benötigt man auch die passende Batterie mit korrekter Spannung von 1,35V! Die richtige Größe ist die LR44, jedoch hat diese Batterie heute zu starke 1,5V, was dazu führt, dass der Belichtungsmesser der Kamera ca 1 Blende unterbelichtet! Ich habe daher etwas recherchiert und eine Lösung über einen Adapter Namens MRB 625 Zink/Luft 1,35V Batterie ähnlich der Quecksilberbatterie PX625 PX13 1,35V für ca. 14€ bestellt. Nachdem die Batterie / Adapter bei mir eintraf, habe ich die Belichtung natürlich mit meiner Sony A7r mit einem 50mm 1.4 Objektiv bei Blende 4 und ISO 400 verglichen und siehe da, die Belichtungsmessungen stimmten wieder überein!

Wer trotzdem die klassische LR44 Batterie nutzen möchte, hat die Möglichkeit, die Kamera bei einer Fachwerkstatt auf 1,5V umjustieren zu lassen.

Stimmen die Verschlusszeiten noch?

Um dies zu überprüfen habe ich letztens einen guten Tipp auf DL2YMR gelesen. Mit Hilfe der App „Shutter Speed“ für Apple IOS kann man die Verschlusszeiten akustisch überprüfen, ob sie den Werksangaben entsprechen. Dies ist laut Michael Reichardt bis 1/125 problemlos akustisch messbar. Dies werde ich auch demnächst einmal überprüfen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Was mir vorher ehrlich gesagt nicht bewusst war ist, dass alle Zweiäugigen Kameras (kurz TLR) bzw. alle Kameras mit Faltlichtschachtsucher ein spiegelverkehrtes Bild anzeigen. Das ist am Anfang doch recht ungewohnt muss ich zugeben. Aber der Mensch gewöhnt sich ja (oft leider) an alles. Abhilfe kann hier immer nur ein Prismensucher bieten.

Wie lege ich einen Film ein?

Dazu könnt ihe euch mal folgendes Video anschauen

Wo lässt man sie entwickeln?

Ich habe meinen ersten Farbfilm einfach bei DM Drogeriemarkt die Negative und zusätzlich auch Abzüge im 10er Format entwickeln lassen. Da die C41 Farbentwicklung streng genormt ist, kann man hier nicht so viel falsch machen. Bei Schwarzweißfilmen sieht das allerdings anders aus. Hier würde ich entweder selbst entwickeln oder einem wirklichen Fachlabor vertrauen, die es ja hier und da noch geben soll. Die Farbabzüge von DM hatten jedoch einen deutlichen Farbstich ins gelbliche. Daher rate ich nur die Negative entwickeln zu lassen und diese dann selbst mit einem Fotoscanner selbst zu scannen. Ich benutze dafür meinen alten Epson 4490 Photo Scanner mit entsprechender Durchlichteinheit.

Erste Ergebnisse

Eisfeld - Kodak Portra 400

Eisfeld – Kodak Portra 400

raw0005+processed

Bamberg – Kodak Portra 400

raw0006+processed

Bamberg – Kodak Portra 400

Bamberg - Kodak Portra 400

Bamberg – Kodak Portra 400

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